{"id":596,"date":"2015-10-28T13:24:13","date_gmt":"2015-10-28T11:24:13","guid":{"rendered":"https:\/\/managementpsychologie.wordpress.com\/?p=596"},"modified":"2015-10-28T13:24:13","modified_gmt":"2015-10-28T11:24:13","slug":"stressmanagement-gesundheitsmanagement-burnout","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gmp-online.de\/blog-gmp\/2015\/10\/28\/stressmanagement-gesundheitsmanagement-burnout\/","title":{"rendered":"Gesundheits- und Stressmanagement (Teil 1)"},"content":{"rendered":"<p>Jetzt im Oktober wird es langsam wieder ungem\u00fctlich kalt und grau. Das Jahr neigt sich dem Ende, der Jahresabschluss wartet. F\u00fcr viele ist dies eine stressige Zeit, privat wie auch beruflich. Eines f\u00fchrt zum anderen und pl\u00f6tzlich macht sich der Stress nicht nur mental, sondern auch k\u00f6rperlich bemerkbar: Schlafst\u00f6rungen, Verdauungsprobleme, Kopf- oder R\u00fcckenschmerzen geh\u00f6ren f\u00fcr viele zum Alltag. Doch wo sind hier die Grenzen zur Gesundheitsgef\u00e4hrdung? Ab wann sollte ich einlenken und stehe ich m\u00f6glicherweise sogar vor einem Burnout?<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<h2><strong>\u00a0\u201eBurnout\u201c \u2013 Hype oder ernstzunehmende Krankheit?<\/strong><\/h2>\n<p>Der Begriff Burnout wurde in den 70-er Jahren von dem New Yorker Psychotherapeuten Herbert Freudenberger eingef\u00fchrt. Er beschrieb damit einen Zustand, den er bei Besch\u00e4ftigten in sozialen Berufen beobachtete, welche sich in ihrer Arbeit \u00fcberengagiert hatten. Die \u201eAusgebrannten\u201c f\u00fchlten sich unter anderem m\u00fcde, \u00fcberfordert, lustlos und durch k\u00f6rperliche Beschwerden beeintr\u00e4chtigt. Vor allem in den vergangenen Jahren gewann der Begriff Burnout an immer mehr Popularit\u00e4t und inzwischen gibt es nahezu niemanden mehr, der nicht mindestens jemanden kennt, der an Burnout erkrankt ist.<\/p>\n<p>Doch wie so oft tauchten nach dem gro\u00dfen Hype kritische Stimmen auf. Aussagen wie \u201eBurnout ist doch gar keine Krankheit!\u201c oder \u201eDas ist doch nur eine Modeerscheinung, fr\u00fcher gab es diese Krankheit noch nicht einmal!\u201c sind aktuell keine Seltenheit mehr. Doch was stimmt denn nun? Gibt es Burnout wirklich? Oder ist der Begriff nur ein aktueller Gesellschaftstrend? Tats\u00e4chlich ist Burnout im internationalen Handbuch psychischer St\u00f6rungen nicht als eigenst\u00e4ndige Krankheit aufgelistet. Es erscheint hier lediglich als Zusatzdiagnose anderer Leiden. Es erf\u00fcllt somit zwar nicht den Anspruch einer eigenst\u00e4ndigen Behandlungsdiagnose, gilt aber dennoch als ernstzunehmender Risikofaktor f\u00fcr psychische und k\u00f6rperliche Erkrankungen. Anders ausgedr\u00fcckt hei\u00dft das, dass dieser durch \u00dcberbelastung hervorgerufene Ersch\u00f6pfungszustand die Wahrscheinlichkeit f\u00fcr andere psychische und k\u00f6rperliche Krankheiten erh\u00f6ht.<\/p>\n<p>Die Symptome, die mit einem Burnout einhergehen, sind nicht zu untersch\u00e4tzen. In den meisten F\u00e4llen reicht es soweit, dass betroffene Personen aufgrund vegetativer Symptome wie Angespanntheit, verminderter Schlafqualit\u00e4t oder Ersch\u00f6pfungsgef\u00fchle nicht mehr in der Lage sind zu arbeiten, also arbeitsunf\u00e4hig werden. Das Risiko eines andauernden psychischen Ersch\u00f6pfungszustands wird durch verschiedene individuelle Faktoren erh\u00f6ht:<\/p>\n<ul>\n<li>Reduzierte Stresstoleranz<\/li>\n<li>\u00dcberh\u00f6hte Zielsetzungen<\/li>\n<li>Perfektionismus<\/li>\n<li>Selbst\u00fcbersch\u00e4tzung<\/li>\n<li>Unzureichende Qualifikationen<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><strong>Belastung steigert die Belastbarkeit \u2013 aber wann sind die Grenzen erreicht? <\/strong><\/h2>\n<p>Stress muss aber nicht in jedem Fall negative Auswirkungen haben \u2013 zumindest dann nicht, wenn ein gewisser Stresspegel nicht \u00fcberschritten wird. Ein gewisser Grad an Belastung kann erm\u00f6glichen, k\u00f6rperliche Reserven zu mobilisieren und auf hohem Leistungsniveau zu agieren. Treten jedoch l\u00e4nger andauernde k\u00f6rperliche Probleme oder psychische Ersch\u00f6pfungszust\u00e4nde auf, stellt sich die Frage: Wie lange ist Stress aktivierend und ein Ansporn f\u00fcr besondere Leistungen und ab wann wirkt er auf K\u00f6rper und Psyche belastend? In diesem Zusammenhang gelingt es vielen nicht, eigenst\u00e4ndig zu erkennen, ab wann Stress zur Belastung wird und was im Falle der Erreichung eines Ersch\u00f6pfungszustands zu tun ist. Im Falle von F\u00fchrungskr\u00e4ften kommt h\u00e4ufig erschwerend hinzu, dass diese nicht oder nur sehr ungern \u00f6ffentlich einr\u00e4umen, aufgrund von dauerhafter Belastung oder \u00dcberbelastung ausgebrannt und geschw\u00e4cht zu sein. Sich gegen\u00fcber anderen durchzusetzen, stark und belastbar zu sein, ist f\u00fcr die Beschreitung eines erfolgreichen Karrierewegs schlie\u00dflich unabdingbar.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><strong>Was kann ich selbst tun, um mich vor einem Burnout zu sch\u00fctzen? <\/strong><\/h2>\n<p>Um diesen oftmals nur schmalen Grat zwischen vor\u00fcbergehender Belastung und langfristiger Ersch\u00f6pfung im Sinne eines Burnouts absch\u00e4tzen zu k\u00f6nnen, ist es wichtig, Zeit f\u00fcr den Erhalt der k\u00f6rperlichen und geistigen Gesundheit zu investieren. Um gesund und leistungsf\u00e4hig zu bleiben, bedarf es einer Ausgewogenheit von Anspannung und Entspannung, welche individuell, bewusst und achtsam \u201egemanagt\u201c werden muss. <em>Stressmanagement<\/em> bedeutet, sowohl kurzfristig wirksame Bew\u00e4ltigungsmechanismen als auch langfristig wirkende Pr\u00e4ventionsstrategien zu etablieren und in den Alltag zu integrieren. So kann es gelingen, berufliche Anforderungen und private Erfordernisse in Einklang zu bringen.<\/p>\n<p>F\u00fcr Menschen mit anspruchsvollen beruflichen Aufgaben ist es besonders wichtig, auf pers\u00f6nliche Warnsignale zu achten und fr\u00fch genug \u201eSTOP &#8211; Ich f\u00fchle mich nicht gut und kann die Arbeit jetzt nicht leisten!\u201c zu sagen. Um auf Warnsignale achten und reagieren zu k\u00f6nnen, bedarf es der Ein\u00fcbung von <em>Achtsamkeitstechniken<\/em>. Diese helfen bei der bewussteren Wahrnehmung von Momenten, Gedanken und Gef\u00fchlen und dabei, sie richtig einordnen zu k\u00f6nnen. Wir als GMP. bieten hierzu beispielsweise ein <em>Akzeptanz und Commitment Training<\/em> an. In diesem werden Wege aufgezeigt, eigene Priorit\u00e4ten zu kl\u00e4ren und kritische Belastungssituationen erkennen und reflektieren zu k\u00f6nnen. Zudem werden verschiedene Handlungsoptionen f\u00fcr belastende und stresserzeugende Situationen erlernt, um selbst unter hohem Druck gelassen und flexibel mit Selbstbewusstheit und Zielorientierung handeln zu k\u00f6nnen. Pr\u00e4ventiv wirkt die Entwicklung von konkreten und im Alltag umsetzbaren Stressbew\u00e4ltigungsstrategien, um den optimalen Umgang mit Stress zu kennen und gleichzeitig mentale St\u00e4rke aufbauen zu k\u00f6nnen. Mittels des speziell auf F\u00fchrungskr\u00e4fte ausgelegten <em>Executive Coaching<\/em> k\u00f6nnen wir zudem Bew\u00e4ltigungsstrategien und deren Integration in den Alltag zielgruppenspezifisch vermitteln.<\/p>\n<p>Haben Sie auch oft das Gef\u00fchl, dass Ihnen der (Berufs-) Alltag \u201e\u00fcber den Kopf\u201c w\u00e4chst?<br \/>\n\u2013 Dann sprechen Sie uns einfach an! Wir helfen Ihnen gerne weiter! Sie erreichen uns telefonisch unter 0511 \/ 98 44 990 oder per Mail an mail@gmp-online.de.<\/p>\n<p>In K\u00fcrze werden Sie hier <em>Teil 2<\/em> zum Thema <em>Gesundheits- und Stressmanagement<\/em> lesen k\u00f6nnen. Dabei werfen wir einen Blick auf die unternehmerische Seite und zeigen Ihnen, was aus Sicht des Arbeitgebers getan werden kann, um die psychische Gesundheit der Mitarbeiter zu erhalten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jetzt im Oktober wird es langsam wieder ungem\u00fctlich kalt und grau. Das Jahr neigt sich dem Ende, der Jahresabschluss wartet. F\u00fcr viele ist dies eine stressige Zeit, privat wie auch beruflich. 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