Wie häufig werden in Besprechungen in großen Tönen Visionen, Missionen, Strategien, Optimierungsprozesse, Restrukturierungen, Ziele vorgestellt. Von den Mitarbeitern wird sich Vertrauen, Engagement, Einsatz und Commitment gewünscht.
Häufig verbergen sich hinter diesen großen Worten leider nur Worthülsen. Sie hören sich gut und wichtig an. Leider verfehlen sie häufig ihr Ziel: Anstatt die Mitarbeiter zu informieren und somit echtes Verständnis zu erreichen, verunsichern diese „großen“ Worte.
“Man kann nicht nicht kommunizieren” ist einfach gesagt. Was eine unklare Kommunikation für Folgen haben kann, zeigt folgende Geschichte sehr eindrucksvoll:
Die GDL streikt. Die Bahn steht still. Wir hoffen auf erfolgreiche Verhandlungen, damit wir als Bahnreisende in Zukunft keine weiteren Streiks befürchten müssen. Darüber hinaus wünschen wir uns gute Verhandlungsergebnisse für beide Seiten.
Daher möchten wir Ihnen heute das bekannte Harvard-Verhandlungskonzept vorstellen. Es gibt viele erfolgreiche Verhandlungen, die dadurch einen positiven Ausgang gefunden haben- für beide Seiten! Das Besondere an diesem Konzept ist die Grundhaltung. Es geht darum, dass beide Seiten gewinnen sollen, nicht wie in dem Beispiel mit den beiden Schwestern und der Zitrone:
Auf die Frage “Was verstehen Sie unter Team?” kommt fast immer die scherzhafte Antwort “TEAM bedeutet Toll Ein Anderer Machts”. Darauf reagiere ich mittlerweile, indem ich den Begriff TEAM an das Flipchart schreibe und mit rot verdeutliche, dass auch ein “I” sich im Team versteckt, also “ICH” Teil eines Team bin und damit Verantwortung für das Team habe.
Was sich sonst noch alles hinter dem Begriff Team versteckt und was ein gutes Team ausmacht, wird sehr ansprechend in der Reportage von W wie Wissen gezeigt. Diese möchten wir Ihnen empfehlen!
Derzeit tummelt sich die gesamte Buchbranche auf der Frankfurter Buchmesse. Eine Branche, die mit den Herausforderungen der Digitalisierung umgehen muss.
Sicherlich werden sich jetzt einige von Ihnen fragen: “Was hat die Buchbranche mit Management-Psychologie zu tun?”
Die Antwort lautet: Die beeindruckende Art und Weise, wie die Buchbranche mit den Herausforderungen des Wandels umgeht, ist ein ermutigendes Beispiel für den erfolgreichen Umgang mit Veränderungen, unabhängig in welcher Branche Sie tätig sind.
Dies gelingt nur, wenn sie sich nicht gegen die Digitalisierung stellen, sondern die Veränderung als Chance sehen. Sich nicht als Opfer sondern als Gestalter sehen. Sicherlich sind auch bei dieser Veränderung Gefühle wie Angst oder Verunsicherung ständige Begleiter.
Die Buchbranche lässt sich allerdings nicht von diesen negativen Gefühlen entmutigen, sondern nimmt die Herausforderung an, wie der Vorsteher des Börsenvereins des deutschen Buchhandels, Heinrich Riethmüller, in seiner Eröffnungsrede am 7. Oktober ziemlich beeindruckend beschreibt. Damit ist er ein gutes Vorbild für alle, denen Veränderungen bevorstehen, egal in welcher Branche.